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Auf Spurensuche

Teuflibach, Plegi oder Drälikon: Hinter vertrauten Orts- und Strassennamen steckt oft mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Manche erklären sich beinahe von selbst, andere geben bis heute Rätsel auf. Wir haben uns im Ennetsee auf Spurensuche begeben und einige überraschende Geschichten hinter den Namen entdeckt.


Auf Spurensuche

Plegi

Die Blegikurve ist vor allem für ihre zahlreichen Unfälle bekannt. Hinter ihrem Namen verbirgt sich jedoch ein fast vergessenes Wort aus der bäuerlichen Landschaft. Die ältere Form lautet «Blegi». Damit bezeichnete man früher eine Sperrvorrichtung in einem Lattenzaun, also vermutlich eine Art Gatter oder verschliessbaren Durchgang. Im heutigen Namen Plegi hat sich damit ein Begriff erhalten, der aus dem alltäglichen Sprachgebrauch praktisch vollständig verschwunden ist.
Quelle: Cham Tourismus

Teuflibach

Der Teufel ist hier eigentlich nur im Bezug auf die Belastung mit Ewigkeitschemikalien oder das grosse Tunnelbauvorhaben los.  Der Name entstand wahrscheinlich aus der tief eingeschnittenen Geländeform des bewaldeten Bachtobels: «Teuff-Tal-Bach». Bereits 1370 ist die Form «Toftelbach» überliefert. Der wasserarme Oberlauf wurde später sogar als «ellender Bach» bezeichnet, vermutlich wegen seiner schwachen Wasserführung.

Quelle: Chamapedia

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Rony

Rony klingt heute wie ein gewöhnlicher Ortsname. Tatsächlich könnte dahinter der Name eines einzelnen Mannes aus dem 
17. Jahrhundert stecken. Rony ist vermutlich eine Kurzform von Ronismatt und Ronisweid. Der Name geht mit grosser Wahr­scheinlichkeit auf Hieronymus Frickhart zurück, einen Sigrist von St. Wolfgang, der ab 1630 in den Quellen als «Jeronimuss» beziehungsweise «Ronj» erscheint. Der heutige Quartiername dürfte somit letztlich auf seinen Spitz- oder Kurznamen zurückgehen.
Quelle: Hünenberger Themenweg 

Kombiniert: Fussballabend und Abkühlung, Rettung bei: Dachwohnung, Verlängerung und Nachspielzeit, Ort: Strandbad Hünenberg

Waldetenstrasse

Bevor Rotkreuz Rotkreuz hiess, trug die kleine Siedlung einen ganz anderen Namen: Walterten beziehungsweise Waldeten. Erst das rote Wegkreuz, das Gasthaus und später insbesondere der Bahnhof sorgten dafür, dass sich der Name Rotkreuz durchsetzte und den älteren Ortsnamen verdrängte. Die Waldetenstrasse erinnert noch heute daran, wie der Ort einst genannt wurde.
Quelle: Gemeinde Risch-Rotkreuz

Bestellt: Ciao da Qui secco Spumante

Drälikon

Drälikon klingt eigenwillig, gehört aber zu einer ganzen Gruppe sehr alter alemannischer Ortsnamen auf «-iken». Diese Bezeichnung bedeutet sinngemäss «bei den Höfen der Familie des …».
Aus der heutigen Namensform und den historischen Belegen lässt sich als althochdeutsche Grundform vermutlich «Trel-ing-hofun» rekonstruieren. Der Name dürfte ungefähr «bei den Höfen der Familie des Tragilo» bedeutet haben. In Drälikon steht zudem das älteste noch bestehende Wohnhaus Hünenbergs: Teile seiner Dachkonstruktion stammen aus dem Jahr 1460, die Schwellen aus dem Jahr 1503.
Quelle: Hünenberger Themenweg 

 

Empfohlen: Eine Kugel mehr als geplant, Passt zu: Einkaufstasche, Sonnenbrille und wenig Zeit, Geöffnet: Glace-Wagen Samstag, 20. Juni 2026, 11.00–17.00 Uhr, bei gutem Wetter. Gelati im lealli Kaffee & Bar die ganze Woche erhältlich.

Oele

«Oele» hat nichts mit Fussballjubel zu tun. Der ungewöhnliche Name erinnert vielmehr an einen früheren Gewerbebetrieb. Gegenüber der historischen Kirche stand einst ein Gehöft mit einer alten Ölpresse. Dort wurden Hasel- und Baumnüsse ausgepresst und zu Öl verarbeitet. Die alte «Öle» gab dem Gebiet schliesslich seinen Namen.
Quelle: Bau-Auslese

Perfekt für: Eine kurze Pause statt einen ganzen Baditag, Empfohlen: Schuhe vorher ausziehen, Erreichbar: Zu Fuss oder mit  dem Velo entlang der Lorze

Stadtplatz in Meienberg

Warum besitzt eine ländlich geprägte Gemeinde einen Stadtplatz? Weil Meienberg tatsächlich einmal als kleines habsburgisches Städtchen gegründet wurde. Der Ort verfügte über Marktrecht, wurde jedoch 1386 im Zuge der Schlacht von Sempach gebrandschatzt und erholte sich wirtschaftlich nie mehr vollständig. Etwas vom einst städtischen Charakter ist bis heute erhalten geblieben: durch ein gut erhaltenes älteres Haus und die Anordnung der Gebäude rund um den Platz lässt sich noch erahnen, 
wie Meienberg einst ausgesehen haben könnte.
Quelle: Gemeinde Sins