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«Vom Anlegen zum ganzheitlichen Blick aufs Vermögen»

Nach 16 Jahren als Chief Investment Officer der Zuger Kantonalbank hat Alex Müller die ­Leitung des Private Bankings übernommen. Im Interview erklärt er, weshalb ­erfolgreiche ­Vermögensberatung weit über das Anlegen hinausgeht und welche Rolle Vertrauen, Weitsicht und eine ganzheitliche Vermögensberatung dabei spielen.


«Vom Anlegen zum ganzheitlichen Blick aufs Vermögen»

Herr Müller, was nehmen Sie aus Ihrer Erfahrung in die neue Aufgabe mit?

Die Finanzmärkte haben mich während meiner ganzen Laufbahn begleitet – in sehr guten, aber auch in turbulenten Zeiten. Eine Erkenntnis hat sich dabei immer wieder bestätigt: Erfolgreiche Vermögensberatung beginnt nicht mit einem Produkt, sondern mit dem Verständnis für das, was ein Mensch mit seinem Vermögen erreichen möchte. Genau diese Perspektive nehme ich in meine Aufgabe mit. Unser Anspruch im Private Banking ist es, zuzuhören, die individuelle Situation zu verstehen und gemeinsam Lösungen zu finden, die langfristig passen.

Was zeichnet die Zuger Kantonalbank im Private Banking besonders aus?

Unsere kurzen Wege, die lokale Verankerung und unsere breite Kompetenz zeichnen uns aus. Bei komplexen Vermögens-, Finanzierungs- oder Nachfolgefragen können wir die richtigen Fachpersonen direkt an einen Tisch bringen. Für unsere Kundinnen und Kunden bedeutet das: Sie müssen ihr Vermögen nicht in Einzelthemen denken, sondern erhalten Lösungen, die auf ihre persönliche Gesamtsituation abgestimmt sind. 

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Märkte und Wirtschaft wirken oft unbe­rechenbar. Wie schafft man es trotzdem, das Geld für sich arbeiten zu lassen?

Nicht jede Marktbewegung verlangt nach einer Reaktion. Oft ist es gerade die Disziplin, an einer sorgfältig definierten Strategie festzuhalten, die langfristig den Unterschied macht. Wir betrachten deshalb immer die Gesamtsituation: persönliche Ziele, den Zeithorizont und die Risikobereitschaft. Darauf aufbauend, entwickeln wir eine breit diversifizierte Anlagelösung. Wer langfristig investiert bleibt und auch in unruhigen Zeiten Disziplin zeigt, fährt erfahrungsgemäss deutlich besser als jemand, der kurzfristigen Trends hinterherläuft.

Was raten Sie Kundinnen und Kunden, die ihr Vermögen langfristig gut aufstellen möchten?

Der häufigste Fehler ist das Aufschieben. Viele beschäftigen sich mit ihrem Vermögen erst, wenn ein konkretes Ereignis ansteht – etwa ein Hauskauf, die Pensionierung oder die Weitergabe von Vermögen. Aus meiner Erfahrung lohnt es sich, deutlich früher anzusetzen und vor allem regelmässig. Im Private Banking empfehlen wir, die Vermögenssituation regelmässig zu besprechen und bei wichtigen Veränderungen im persönlichen oder wirtschaftlichen Umfeld gezielt zu überprüfen. So bleibt die Strategie langfristig auf die individuellen Ziele ausgerichtet.

 

Zuger Kantonalbank
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